Spezial                                          

Falkenstein

Wir beginnen unsere Wanderung beim Heimatkundlichen Museum in St. Gilgen, in dem einst die Klausner vom Falkenstein wohnten. Hier hat man die Gelegenheit das berühmte „Wolfgangiflaschl“ zu erwerben (€40.-) welches man nach altem Wallfahrerbrauch am Falkenstein mit dem Heilwasser befüllen kann. Unsere Wanderung führt uns über Brunnwinkl, dem Sommerdomizil des Nobelpreisträgers Karl von Frisch, am Ufer des Wolfgangsees entlang bis nach Fürberg. Von da aus steigen wir den steilen Weg zur Falkensteinkirche hinauf. (Gutes Schuhwerk!) Dort tauchen wir in die Geschichte eines vorchristlichen Kult- und Kraftplatzes ein. Augustin Kloiber vom Heimatkundlichen Museum und Archiv für Ortsgeschichte St. Gilgen, lässt die Legenden und Sagen um den Hl. Wolfgang durch Bildmaterial und Texte in spannender Weise lebendig werden. Alte Wallfahrerrituale, wie Bußsteine, Schliefstein, Wunschglocke, Wolfgangiwasser, Hacklwurf u.s.w. werden erklärt und können praktiziert werden. Die dazugehörigen Teufelsgeschichten dürfen natürlich auch nicht fehlen! Weiters wird über die archäologischen Grabungsergebnisse der letzten Jahre durch die Universität Wien informiert. Ziel unserer historischen Wanderung ist natürlich das Hauptheiligtum, die Wallfahrtskirche in St. Wolfgang, die ab dem 14. Jahrhundert zu den wichtigsten vier Wallfahrtsstätten in Europa zählte. Nach der Kirchenführung, bei der der weltberühmte Flügelaltar von Michael Pacher aus dem Jahre 1481, weiters die Kunstwerke Guggenbichlers und Schwanthalers bewundert werden können, fahren wir mit dem Schiff wieder zurück nach St. Gilgen. Das leibliche Wohl wird auch nicht zu kurz kommen, da wir zwischendurch einkehren werden.




Für die Kirche war die Sache ganz einfach: Kleidung hatte den sündigen Körper des Menschen zu bedecken und nicht durch ihren raffinierten Schnitt, kostbare Materialien und immer neue Extravaganzen der Sünde auch noch Vorschub zu leisten. Doch die Menschen, die es sich leisten konnten, allen voran Adelige und wohlhabende Bürger in den Städten konnten von Hörnerhauben, Schnabelschuhen, Mühlsteinkrägen und Weiberspeck nicht genug bekommen. Betroffen waren Männer und Frauen gleichermaßen. Die Kirche ließ mit ihrer Moralkritik an den „Kleidern der Unzucht“ nicht lange warten und so bilden Predigten gegen die „Anreizung böser Lüste“ durch Kleider- und Schmuckexzesse, gegen Üppigkeit und Übermut in modischen Belangen eine wichtige Quelle für den heutigen Betrachter. Die hochkarätige Sammlung der Alten Pinakothek deckt den Zeitraum vom 15. Jahrhundert bis in die Zeit um 1800 mit namhaften Künstlern wie Rogier van der Weyden, Albrecht Dürer, Anthonis van Dyck, Peter Paul Rubens und François Boucher ab. Von der burgundischen Hofmode des 15. Jahrhunderts über bürgerliche Kleidung des Barock bis hin zur französischen Mode der Zeit Marie Antoinettes geben die Gemälde einen umfassenden Einblick in die „Trends“ und „Must-haves“ der jeweiligen „Saison“. Bei diesem modegeschichtlich angelegten Rundgang ergänzen knappe Ausführungen zu den Künstlern der betrachteten Werke, ihrer Malweise und künstlerischen Bedeutung das Erlebnis mit der Mode und ihrer (Kunst)Geschichte.












Die Bioarchäologie verwendet Methoden und Verfahren aus der analytischen Molekularbiologie, Physik und Chemie sowie aus der medizinischen Diagnostik um in Zusammenarbeit mit Anthrpologen Fragen aus der Archäologie und den Geschichtswissenschaften zu beantworten. Diese labordiagnostischen Verfahren sind als eine weitere Quellenlinie im Kontext der historisch-archäologischen Befunderhebung zu verstehen und helfen, das Wissen über unsere Vergangenheit zu erweitern und zu bereichern. Anhand ausgewählter Fallstudien werden die Methoden und Herangehensweisen der Bioarchäologie ebenso veranschaulicht wie die möglichen Ergebnisse und deren kontextualisierte Interpretation.



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© Andreas Deusch 2019