Abendkurs

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Die Ästhetik des Bösen

Die Faszination des Bösen ist uns allen bekannt. Wer kann sich der nachhaltigen Eindrücke entziehen, die die Konfrontation mit Schrecken in uns hinterlässt. Ausgehend von der Literatur eines Frankenstein (Mary Shelley) oder eines Dracula (Bram Stoker) wird an ausgewählten Beispiele aufgezeigt, wie sich das Klischee des Bösen im Laufe der letzten hundert Jahre verändert hat. 

Belege aus Bildender Kunst, Literatur und Film werden analysiert und mit zahlreichen Beispielen belegt. Hierbei spielen einerseits archetypische Rollenbilder eine wesentliche Rolle, andererseits gibt es auch kultur- und zeitbezogene Aspekte, welche die Darstellung und Rolleninterpretation bestimmen. So ist es interessant, wie in der frühen Sowjetunion das Böse dargestellt wurde, ebenso wie der Symboltransfer, welcher in Mitteleuropa von den Charakteren eines Friedrich Wilhelm Murnau (Nosferatu – eine Symphonie des Grauens 1922) über die verhetzenden Karikaturen des Dritten Reiches bis in die Gegenwart führt. Murnau, Herzog, aber ebenso Fellini und Lars von Trier finden hier ebenso Berücksichtigung wie die Darstellungen von IS Kriegern in westlichen Medien.


2E, Di. 18.10.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/87298531343



Provence 2019 - 1 von 1


Künstlerische Paradigmenwechsel im 18. Jahrhundert von Watteau bis Goya

Das 18. Jahrhundert ist eine Epoche des fundamentalen Wandels in die frühe Moderne. In der Malerei triumphierte lange die neue Rokokomalerei (Watteau, Boucher), welche im ästhetischen Geist der frühen Aufklärung raffinierteste und sinnliche Bilder schuf. Der spanische Rokoko-Hofmaler Goya entwickelte sich dann mit düsteren kritischen Werken zum Wegbereiter der Moderne und der französische Staatsmaler David - berühmtester aller klassizistischen Maler und ebenfalls im Geist des Rokoko ausgebildet - führte im strengen Geist der späten Aufklärung einen puristischen und gravitätischen Stil ein, mit dem er bis in die 1820er-Jahre Karriere machte.


Watteau – Meister der galanten Feste

2E, Di. 17.01.2023, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/84998746350


Boucher – brillante Malkultur und Delikatesse

2E, Di. 24.01.2023, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/82827279862


David – Staatsmaler für Revolution und Napoleon

2E, Di. 31.01.2023, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/81255355607


Goya – Wegbereiter der modernen Kunst

2E, Di. 07.02.2023, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/88002821472 

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!




„unio mystica“ und „lumen intellectuale“ – Geschichte der philosophischen Mystik

Mystik ist eine weit verbreitete Sonderform des philosophischen und religiösen Reflektierens und Verhaltens. Ziel des Mystikers ist die „Vereinigung“ mit Gott und dem „Einen“ über Kontemplation und Meditation. Zumeist war die Mystik neoplatonisch inspiriert. Im Mittelalter erlebte sie einen gewaltigen Aufschwung mit Bernhard von Clairvaux, Bonaventura und Meister Eckhart. Auch in der Neuzeit war sie eminent wichtig und die Romantik entdeckte folgenschwer ihre Tradition für die Moderne neu.


Mystik I – Einleitung, Spätantike

2E, Di. 14.02.2023, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/88532288242


Mystik II – Mittelalter bis Moderne

2E, Mi. 15.02.2023, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/86910835970

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!


Anleitung: http://www.salzburgerbildungswerk.at/files/2020/anleitung_zoom_teilnehmer.pdf


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© Andreas Deusch 2022