Abendkurs

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Klassischen Moderne IV: Vom Bauhaus zur Pop Art

Das „Bauhaus“ ist eine der folgenreichsten Institutionen der Klassischen Moderne. Hier arbeiteten prominenteste avantgardistische Künstler wie Gropius, Van der Rohe, Kandinsky, Schlemmer, Moholy-Nagy, Klee oder Marcel Breuer. Ihr modernes funktionales Design und ihre rationalistische Architektur gelten bis heute weltweit als vorbildlich. Mit Bréton und großen Künstlern wie Ernst, Dali, Tanguy und Ray entwickelte sich zeitgleich in Paris der zivilisationskritische Surrealismus, der die Traumdeutung Freuds als epochale Entdeckung würdigte und den Wirklichkeitsbegriff in der Kunst um den Aspekt des Unbewussten erweiterte. Es ist radikale Ästhetik mit Gesellschaftskritik und die Bildwerke zeigen rätselhafte und beunruhigende Welten. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Abstrakte Expressionismus als erster globaler Kunststil rasant zunächst in New York. Seine Inspirationsquellen waren der Surrealismus aber auch mystische Traditionen. Künstler wie Pollock, De Kooning, Rohtko oder Kline suchten nach dem archaischen und authentischen Ausdruck für Freiheit und Individualismus. Nach diesen subjektivistisch-expressiven Stürmen entstand im New York der 50er-Jahre als ästhetische Gegenposition die Pop Art, eine neue Interpretation der realistischen Malerei und Plastik, die aus dem Fundus der Klassischen Moderne schöpfte und zugleich „cool“ die moderne Lebenswelt und den „American Way of Life“ zum Thema erhob. Es war auch die Suche nach einer neuen Objektivität über die Populärkultur. Als „Hero“ der Pop Art gilt Andy Warhol. Weltberühmt wurden auch Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg und Jasper Johns.


Das Bauhaus – moderne Formen für eine bessere Welt

2E, Di. 11.01.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/83852494538


Surrealismus – die kreative Entfesselung des modernen Menschen

2E, Di. 18.01.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/82553810334


Abstrakter Expressionismus in den USA – Atavismus, Mystik und große Gestik

2E, Di. 25.01.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/83540734864


Pop Art – Populärkultur und Glamour in der US-Kunst

2E, Di. 01.02.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/86387838380

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!




Glück und Toleranz – Grundbedingungen „wahren Lebens“

Seit alters her wird diskutiert, welcher Lebensentwurf ein „wahres Leben“ ermöglicht. Je nach Weltanschauung variieren die Antworten. Aber so viel ist klar: „Wahres Leben“ hat etwas mit dem Streben nach Glück zu tun. Und wenn die Intoleranz anderer die Verwirklichung des eigenen Lebensentwurfs verhindert, dann ist der Traum bedroht. In den modernen westlichen Zivilisationen wirft die Garantie für jeden, seinen Lebenstraum prinzipiell verwirklichen zu dürfen, auch viele Fragen auf. Schon die antiken Philosophenschulen erkannten das Ziel menschlichen Strebens in der „Glückseligkeit“ (eudaimonia). Doch was ist das und welche Wege führen zu ihr? Das Christentum lockte mit dem Paradies nach einem gottgefälligen Leben. In der Moderne existieren zahlreiche Positionen zum Thema „Glück“ und viele Vorschläge, wie es zu erlangen sei. Alle wünschen es sich und wenn alle einander tolerieren könnten, wären wir auf dem Weg zu einer „glücklichen“ Welt einen Riesenschritt weiter, schließlich ist „Toleranz“ seit der Aufklärung definiert als Handlungsregel für das gelten lassen von Überzeugungen anderer und ihrer Normen und Wertesysteme. Die Toleranz gilt im Westen als große Errungenschaft, doch diese wird aktuell vielfältig und massiv bedroht von Menschen, die ihren Lebensentwurf für „wahrer“ halten als jene der anderen. Droht gar ein Ende der Toleranz? Die sogenannten „social media“ lehren uns, dass es keine Tabus mehr zu geben scheint, was wiederum die Frage aufwirft, wo die Grenzen der Toleranz liegen. Wenn alle ihr Lebensglück verwirklichen sollen, geht es ohne sie nicht. Es lohnt immer, Glück und Toleranz zusammen zu denken.


Eudaimonia – das Streben nach Glück

2E, Di. 08.02.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/88925529524


Intoleranz der Intoleranz! Zur Philosophie der Toleranz

2E, Di. 15.02.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/84745510128

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!



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Große Meister der „Altdeutschen Kunst“

Parallel zur Kunst der Frührenaissance in Italien entwickelte sich zu Beginn des 15. Jahrhunderts inspiriert durch die Altniederländische Malerei auch nördlich der Alpen ein virtuoser naturalistischer Stil. Viele große Künstler der „Altdeutschen Kunst“ arbeiteten zugleich als Maler und als Bildhauer/Bildschnitzer und es entstanden gewaltige spätgotische Altäre. Die Spätgotik wird bis 1520/30 ein letztes Mal aufblühen und die expressive und bisweilen geradezu ekstatische Formensprache von Meistern wie Veit Stoß, Tilman Riemenschneider oder Grünewald fasziniert Kunstkenner von der Romantik bis auf den heutigen Tag, während mit Albrecht Dürer bereits die Prinzipien der italienischen Hochrenaissance ins Deutsche Reich gelangten.


Veit Stoß – Expression und Ekstase

2E, Di. 22.02.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/88169021870


Tilman Riemenschneider – Virtuosentum in spätgotischer Eleganz

2E, Di. 08.03.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/86309762545


Matthias Grünewald – das visionäre Genie der Dürerzeit

2E, Di. 15.03.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/85824773330


Albrecht Dürer – der „Apelles noricus“

2E, Di. 29.03.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/86353134632

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!




Mensch und Gesellschaft

Was ist der Mensch? Wie soll die Menschen ihr Zusammenleben organisieren? Welche gesellschaftliche Ordnung ist optimal und garantiert den Zusammenhalt der Gesellschaft? Darf die Religion im Staat mitbestimmen? Spiegelt der Staat die göttliche Ordnung und den Willen Gottes auf Erden? Wer soll überhaupt regieren und wie lange? Essentielle Fragen wie diese bestimmen die politische Theorie von der Antike bis in die Moderne. Sie sind von zentraler Bedeutung, denn ohne eine stabile gesellschaftliche Ordnung herrschen das Chaos und der Egoismus. Aber welche Aufgaben hat der Staat eigentlich genau? Fragen über Fragen! Es sind die großen Philosophen, welche seit der Antike immer und immer wieder diese wichtigen Fragen stellten und Antworten suchten. Die modernen Prinzipien unseres Zusammenlebens sind nicht „vom Himmel gefallen“ sondern sie wurden hart erkämpft. Die für uns so wichtigen zentralen politischen Ideen und Prinzipien sind zudem, wie aktuelle politische Tendenzen zeigen, keineswegs unbedroht. Grund genug, sich ihrer immer aufs Neue zu erinnern und sie zu reflektieren.


Grundprinzipen antiker Staatstheorie

2E, Di. 05.04.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/87309889147


Staatstheorie der Aufklärung (1650 – 1789)

2E, Do. 07.04.2022, 18.30 - 20.30, Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/88502031547

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!


Anleitung: http://www.salzburgerbildungswerk.at/files/2020/anleitung_zoom_teilnehmer.pdf


* Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2022