Morphologie der Berchtesgadener Alpen – wie Tektonik, Landschaftsentwicklung und Kaltzeiten mit ihren Gletschern das heutige Landschaftsbild formten
Am Hagengebirgswestrand ist die Schichtenfolge vom obertriadischen Dachsteinkalk bis in die oberjurassischen Beckensedimente aufgeschlossen. Dazu kommen ausgeprägte tektonische Elemente, die im Zuge der jurassischen Beckenentwicklungen angelegt und im späteren Verlauf der Gebirgsbildung immer wieder reaktiviert wurden. Diese Gegebenheiten führten letzten Endes in Zusammenhang mit der paläogenen und neogenen Landschaftsentwicklung zu dem typischen treppenartigen Erscheinungsbild des Hagengebirgswestrandes mit seinen Almen. Während den nachfolgenden Kaltzeiten wurden diese Altlandschaften glazial überprägt, es entstanden Abtragungsformen wie Kare, Gletschertreppen und hängend endende Täler. Rückzugsstadien des Eises sind mit jüngsten Moränenwällen belegt, die auch zur Entwicklung des Priesberger Mooses führten, eines Hochmoores, das sowohl durch Niederschlag wie auch durch einen kleinen Zufluss gespeist wird.
Kurze Wanderung zur Mittelstation der Jennerbahn, Auffahrt zur Bergstation. Wanderung zum Schneibsteinhaus, über Königstalalm zur Priesbergalm, zurück über den Königsweg zum P Hinterbrand. Möglichkeit zur Einkehr am Schneibsteinhaus, ggf. auch auf der Priesbergalm.
* Änderungen vorbehalten
Partner: www.museum-siegsdorf.de