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Tischlein deck Dich! 

Tafelfreuden und Tischsitten vom Mittelalter bis in die Gegenwart

Bis heute stimulieren üppig gedeckte Tafeln, überquellend mit wohlriechenden Speisen aller Art, angerichtet auf exklusivem Tafelgeschirr und begleitet von delikaten Weinen unsere Sinne. Die Vorstellung davon, was besonders exklusive Küche ausmacht, hat sich dabei im Laufe der Jahrhunderte stark verändert, ebenso die Art und Weise wie Speisen und Getränke dargeboten werden oder die gewünschten Sitten bei Tisch. 

Im ersten Teil der dreiteiligen Vortragreihe beginnen wir im Mittelalter. Trotz kirchlicher Speisevorschriften und regelmäßiger Hungersnöte infolge von Missernten ist v.a. das Spätmittelalter eine Zeit kulinarischen Aufschwungs. Mit Beginn der Neuzeit treffen wir auf erste ausgefeilte Tafelzeremonielle und bislang ungekannte Genüsse aus der Neuen Welt wie z.B. Schokolade.

Der barocken Tischkultur ist der zweite Teil gewidmet. Im 17. Jahrhundert wird die Haute Cuisine im modernen Sinne geboren, wenn auch noch geschmacklich mit recht eigenwilligen Kreationen. Das sinnlichste aller Getränke, der Champagner wird erstmals genossen und bei Petit Soupers geht es jetzt nicht mehr nur um die Befriedigung kulinarischer Sinnesreize. 

Französische Revolution und Industrialisierung demokratisieren nicht nur die Haute Cuisine, sie führen auch zur Geburt des Restaurants und zur Einführungen moderner Küchenhilfen wie dem Elektroherd. Im dritten Vortrag setzen wir den Überblick vom 19. ins 20. Jahrhundert fort. Der weltumspannende Handel internationalisiert die Palette der Lebensmittel und durch die ersten italienischen Gastarbeiter werden die Länder nördlich der Alpen erstmals mit Pizza und Eiscreme bekannt gemacht.


"Von guter Spise": Fürstlich Speisen in Mittelalter und Renaissance

2E, Mi. 12.01.2022, 18.30 - 20.30, online: https://us02web.zoom.us/j/85016944659


Barocke Tischkultur an europäischen Höfen

2E, Mi. 19.01.2022, 18.30 - 20.30, online: https://us02web.zoom.us/j/84645081393


Von der Haute Cuisine zum Fast Food: Esskultur im 19. und 20. Jahrhundert

2E, Mi. 26.01.2022, 18.30 - 20.30, online: https://us02web.zoom.us/j/83349602149

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!



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Motive der Sorge, der Pflege und des Sterbens in der Kunst

Altern und Alter in der Kunst – ein Randthema?

Es ist uns nicht fremd, das Altern anderer, der eigenen Großeltern oder Eltern, aber auch von Ikonen der Jugend aus der Film- oder Musikwelt, wahrzunehmen und äußere wie geistige Abbauprozesse zu beobachten, und doch lassen wir uns von diesem Prozess regelmäßig irritieren. Künstler_innen begegnen dem menschlichen Altern aus verschiedenen Blickwinkeln: Fremdwahrnehmend im Sinne der Neugierde an den Alterserscheinungen wie Falten oder Zahnausfall, wobei die Devise gilt, je drastischer, desto besser. Gerade die niederländischen und deutschen Künstler_innen vergangener Epochen mit ihrem Interesse an der Mimesis der Natur haben das Alter oft schonungslos und durch den Gedanken der Vanitas symbolisch aufgeladen wiedergegeben. Andererseits thematisieren Künstler_innen den alternden Menschen in seiner Würde und Abgeklärtheit und halten damit gegen gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Um der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, muss dann und wann pointiert und provoziert werden. Natürlich sind Künstler_innen aber auch nur Menschen und realisieren ihr eigenes Altern. Einige wie Rembrandt, Ferdinand Hodler oder Lucian Freud machen diese Selbstwahrnehmung in Abfolgen von Selbstporträts über viele Jahre künstlerisch fruchtbar. Mag. Manuel Kreiner wird in seinem Vortrag zeigen, dem Altern wird von Künstler_innen auf jeden Fall Potential zugesprochen.

2E, Mo. 07.03.2022, 18.30 - 20.30, online: https://us02web.zoom.us/j/89610519328


Motive der Sorge, der Pflege und des Sterbens in der Kunst - Künstler_innen und ihr Gespür für das Zwischenmenschliche.

Künstler_innen sind auch Menschen. Sie sorgen sich, sie sorgen sich um andere, sie erfahren Leiden und Sterben in ihrem Umfeld. Dabei sind viele von ihnen sensible Beobachter_innen und finden in ihrem Kunstschaffen einen Ausdruck ihrer Gefühle – Protest, Hilflosigkeit, tiefes Mitgefühl. Es mag eine ungewohnte Sprache sein, mit der Künstler_innen über Krankheit, Sterben und Tod reflektieren, es lohnt sich aber, sich auf diese Sprache einzulassen. Mit dem Blick auf die christliche Prägung der europäischen Kunstgeschichte findet sich schon eine erste wichtige Basis des Miteinanders von Künstler_in, Kunstwerk und Betrachter_in. Mag. Manuel Kreiner wird in seinem Vortrag auf Beispiele der bildenden Kunst eingehen, die Themen wie Pflege, Sterben oder den Umgang der Angehörigen mit dem Tod beinhalten, und dabei eine Verbindung zwischen dem vordergründig Lebensfernen der Kunst und unserer Realität herstellen.

2E, Mi. 09.03.2022, 18.30 - 20.30, online: https://us02web.zoom.us/j/82929501735

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!



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Der Hof der Wittelsbacher - Meisterwerke aus Kunstkammer und Residenz

Seit dem 16. Jahrhundert war eine „Kunstkammer“ ein unverzichtbares Requisit fürstlicher Repräsentation. Hier konnte man dem staunenden Gast seine Sammlung von Kunstwerken und Kuriositäten zeigen und damit Status und Bildung verdeutlichen.             Die Wittelsbacher, allen voran Herzog Albrecht V. (1528-79), bilden hier keine Ausnahme. Seine Nachkommen – vor allem Maximilian I., Ferdinand Maria und Max Emanuel – tragen mit ihren Erwerbungen von edelstein- und elfenbeinbedeckten Prunkmöbeln, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Bronzeskulpturen und anderen Extravaganzen zum Ausbau der Sammlung bei. Aber auch die Schatzkammer der Münchner Residenz mit einzigartigen Zeugnissen fürstlicher Sammellust und tiefempfundener Religiosität geben in seltener Anschaulichkeit einen Eindruck von der historischen und künstlerischen Bedeutung des Wittelsbacher Hofes.


Von Herzog Albrecht V. bis Wilhelm V.: Antikenbegeisterung und manieristische Kunststücke

2E, Do. 17.03.2022, 18.30 - 20.30, online: https://us02web.zoom.us/j/82642583679


Barocke Sammelleidenschaft von Kurfürst Maximilian I. bis zum „Blauen Kurfürsten“

2E, Fr. 18.03.2022, 18.30 - 20.30, online: https://us02web.zoom.us/j/86962206474

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!



Ringstrasse


Malerei und Skulptur der Wiener Ringstraße. Architektur ist nicht alles.

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts steht in Wien ganz unter den Vorzeichen des Falls der Stadtmauer, der Stadterweiterung und der Modernisierung. Noch nie hat sich die Reichshaupt- und Residenzstadt einem solch konzentrierten Großprojekt gegenübergesehen wie bei der Errichtung der Neubauten entlang der Ringstraße. Keine Frage, dass auch heute noch bei Spaziergängen in Wien die architektonischen Highlights die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch in der Errichtungszeit genossen die Architekten höchste Bekanntheit, aber ein Blick auf die Bildhauer und Maler der Zeit lohnt. Ihnen sind Innenausstattungen und Fassadengestaltungen genauso zu verdanken, wie Denkmäler und Brunnenanlagen. In ihrer Ausbildungszeit in Wien verkannt wurden nun mittlerweile erfolgreiche Maler wie Hans Makart im Sinne der neuen Internationalisierung in die Kaiserstadt zurückgeholt. Wettbewerb zwischen den Künstlern vor Ort war zugleich keine Seltenheit, hat beflügelnde Auswirkungen gezeigt, wurde öffentlich und in der Presse kommentiert. Die Streitigkeiten rund um die Errichtung des Mozartdenkmals sind dafür ein gut dokumentiertes Beispiel. Die Künste gleich ob Architektur, Malerei oder Skulptur haben viele interessierte Menschen der Ringstraßenzeit bei der Frage, was sein soll und was sein darf, jedenfalls nicht kalt gelassen.

2E, Mi. 06.04.2022, 18.30 - 20.30, online: https://us02web.zoom.us/j/85747653533


Anleitung: http://www.salzburgerbildungswerk.at/files/2020/anleitung_zoom_teilnehmer.pdf


Darüber hinaus sind alle Veranstaltungen Zeitspuren Abendkurs auch online verfügbar.



© Andreas Deusch 2022