Erdgeschichte

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Ausgehend vom Erdmagnetfeld mit seiner räumlichen und zeitlichen Darstellung werden zunächst die geomagnetischen Eigenschaften erläutert: Magnetischer Dipol, Inklination, Deklination, zeitliche Änderungen und räumliche Abweichungen, Polwanderungen, Polarlichter. Es folgt ein Abriss über magnetischen Eigenschaften von Gesteinen, die remanente Magnetisierung und die daraus abzuleitenden Erkenntnisse über die Kontinentaldrift und die Bewegung einzelner Platten. Im Gesteinsmagnetismus von Sedimentgesteinen ist aber auch das Paläoklima konserviert. Über die Erklärung einiger Instrumente zur Messung bestimmter Parameter des Erdmagnetfeldes kommen wir zu den lokalen magnetischen Anomalien und ihren Ursachen wie Militärische Altlasten, Archäomagnetische Anomalien, Anthropogene Altlasten, Geomagnetische Karten sowie Anomalien von Erzkörpern. Damit werden die wichtigsten Anwendungen und Ziele der modernen angewandten Geomagnetik genannt und durch einige Beispiele erläutert.




Entlang des Mörtelbachs (Kössener Schichten) erreichen wir das Rötelwandriffs. Im Schutt des Riffs kann man zahlreiche Fossilien, wie Korallen, Schwämme, Muscheln, Schnecken und Brachiopoden bergen. Das Rötelwandriff ist ein kleinräumiges, oberrhätisches Korallen-Schwammriff, ein Patchreef, wie das bei Adnet, am Feichtenstein bei Hintersee, oder das Gruberalmrif u.a. Orten. Es bildete sich vor 220-200 Millionen Jahren, im Lagunenbereich des großen Barriereriffs (Tennen- und Hagengebirge-S-Seite, Gosaukamm, Hoher Göll u.a.) und entstand in einem tropischen Meer bei einer Wassertemperatur von 25 °C.







Der Flysch von Muntigl (Obere Kreide), das fossilreiche Helvetikum von St. Pankraz (Eozän) und im Kroisbachggraben (Paläozän) sowie die Rosinenmergel der Molassezone (Miozän) im Oichtenbachtal, als Belege für die alpine Tektonik. Wir lernen verschiedene marine Ablagerungsbedingungen von der Tiefsee bis flache Schelfablagerungen kennen. Autoexkursion in Fahrgemeinschaften, mehrere Fußstrecken mit geringen Steigungen. Gerne sind wir bei der Vermittlung von Fahrgemeinschaften behilflich.








Vor ca. 20.000 Jahren war der Großteil des Salzburger Flachgaus von den mächtigen Eismassen des eiszeitlichen Wallersee-Zweiggletschers, ein Ausläufer des Salzachvorlandgletschers, bedeckt. Nur die Gipfel der Flyschberge ragten als Nunutaker aus dem Eispanzer heraus bis vor 11.000 Jahren, mit dem Abschmelzen der Eismassen, die Moränenlandschaft mit dem Wallersee entstand. Auf der Ganztages-Runde, die uns entlang am Fuss der Henndorfer Hausberge führt, lernen wir die unterschiedlichsten Zeugen der Würm-Eiszeit kennen.







Der lokale Gebirgsbau der Salzburger-Berchtesgadener Alpen wird von den Gleitmassen des Juvavikums mit Untersberg, Lattengebirge und Reiteralm bestimmt, die wie in einer großen Schüssel auf ihrem Untergrund liegen. Die dem zugrunde liegenden gebirgsbildenden Vorgänge fanden bereits im Oberen Jura statt. Während der Kreide kam es zur Ausbildung einer zweiten kleineren Schollengeneration, die mit gebirgsbildenden Vorgängen weiter im Süden in Zusammenhang gebracht wird. Diese kleineren Schollen mit Gesteinen aus der Triaszeit liegen heute isoliert auf wesentlich jüngeren Gesteinen aus der Kreide und bilden markante morphologische Erhebungen. Bei der Wanderung am Nordfuss des Hohen Göll (Eckersattel) mit dem Übergang zu den Gesteinen aus der Kreide (Schrambach Schichten, Roßfeldschichten) und zum Ahornbüchsenkopf (auflagernde Scholle mit Haselgebirge und Hallstätter Kalken aus der Trias) werden sowohl die einzelnen Gesteine wie auch das Prozessgeschehen vorgestellt, das mit der Ausbildung dieser zweiten Schollengeneration im Gebirgsbau der Salzburger-Berchtesgadener Alpen in Zusammenhang steht. 

Der genaue Verlauf der unschwierigen Tageswanderung wird noch bekannt gegeben, Ausgangspunkt ist an der mautpflichtigen (8€ PKW) Roßfeld-Panoramastraße. Möglichkeit zur Einkehr ist an der Ahornalm gegeben. Gerne sind wir bei der Vermittlung von Fahrgemeinschaften behilflich.



Die Unkener Mulde ist eine geologische Großstruktur, die sich über 30 km vom Rauschberg bei Inzell bis nach Leogang erstreckt. Direkt beim Ort Unken ist diese Mulde durch den Saalach-Westbruch abgeschnitten, so dass dort im weiteren Umfeld sowohl Gesteine des Tirolikums, als auch der Hallstätter und Berchtesgadener Decke angetroffen werden können. Das Hauptaugenmerk liegt bei dieser Exkursion aber auf der Schichtfolge der Unkener Mulde, die bei dieser Exkursion von der Obersten Trias bis in die Unterkreide reicht.

Autoexkursion in Fahrgemeinschaften, mehrere Fußstrecken mit geringen Steigungen. Gerne sind wir bei der Vermittlung von Fahrgemeinschaften behilflich.


* Änderungen vorbehalten


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© Andreas Deusch 2018