Umbrien                                        

Perugia,
Umbrien 06-10

Umbrien zählt noch zu den stillen Landschaften Italiens. Es ist reich an romanischen Landkirchen, Klöstern, Einsiedeleien und stolzen Städten wie Spoleto, Todi, Assisi oder Orvieto, die ihr mittelalterliches Ortsbild bewahren konnten. Die Region wird im Westen begrenzt von der Toskana, im Osten von den Marken sowie im Süden von Latium. Die Weiträumigkeit des umbrischen Landes mit seinen leicht zugänglichen Bergzügen und fruchtbaren Senken ist seit alters her ein hervorragendes Landwirtschaftsgebiet mit schönen kleinen Städten inmitten bukolischer Landschaften. Im Altertum war es das auch von Etruskern besiedelte Kernland der Umbrer, das bereits 295 v. Chr. an Rom kam. Kaiser Augustus vereinte es mit Etrurien und schuf so die VI. Region des Römischen Reiches. Nach dessen Untergang und den späteren Gotenkriegen wurde es Teil des lombardischen Herzogtums Spoleto beziehungsweise des Kirchenstaates. Durch erbitterte Rivalitätskämpfe der gleichwohl weitgehend selbständigen Städte und ihrer Herren politisch zerrissen, verarmte die Region im Mittelalter, bis sich im 15. Jhdt. endgültig der Machtanspruch der Kirche zu festigen vermochte.

Noch heute ist Perugia, die Hauptstadt der Region, von ihren alten Etruskermauern umgeben. Die blühende Stadt ist Sitz eines Erzbischofs sowie einer 1276 gegründeten Universität, liegt auf einer aussichtsreichen Anhöhe über dem Tibertal und ist wegen ihrer schönen Lage wie auch ihrer stattlichen und bedeutenden Bauten aus dem 14. und 15. Jahrhundert eine herrliche Stadt, die von Kunstkennern hoch geschätzt wird. Berühmt ist das umbrische Zentrum auch als Hauptsitz der umbrischen Malerschule, deren hervorragendste Meister der Renaissance, Perugino (1446 – 1524) und Pinturicchio (1455 – 1513), hier wirkten. In Peruginos Werkstatt arbeitete bis 1504 niemand Geringeres als der weltberühmte Raffael, der seinem prominenten Lehrmeister so viel zu verdanken hatte.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise ist das südöstlich von Perugia in prachtvoller Aussichtslage auf künstlichen Terrassen über einem westlichen Vorhügel des Monte Subiaso gelegene Assisi. Es ist eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Italiens ja der ganzen Welt. Seinem Ruhm verdankt das Städtchen dem hl. Franziskus, der als Sohn eines reichen Kaufmanns 1182 hier geboren wurde und sich nach leichtsinnig verlebter Jugend ganz dem Dienste der Armen und Kranken widmete, 1208 den Orden der Franziskaner stiftete und 1226 in Armut und Entbehrung starb. Assisi ist zweifellos wegen seines wohlerhaltenen Stadtbildes und seiner hochbedeutenden Kunstschätze eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges. Weithin sichtbar thront am Hügelrand der Stadt auf gewaltigem Unterbau das weltberühmte Franziskanerkloster, das bald nach dem Tode des so eminent wichtigen Heiligen begonnen wurde. Zum Kloster gehört die großartige Doppelkirche über dem Grab des hl. Franziskus. Sowohl die Unterkirche als auch die Oberkirche als früheste gotische Kirche Italiens sind mit berühmten Fresken der bedeutendsten Meister ihrer Zeit ausgemalt: Pietro Lorenzetti, Cimabue, Giotto und ihre Schüler schufen hier Hauptwerke der Kunstgeschichte. Der Tag in Assisi ist selbstverständlich vorrangig der franziskanischen Geschichte, Kunst und Spiritualität gewidmet und so werden neben der Basilica San Francesco auch weitere Kultstätten des „Seraphischen Ordens“ aufgesucht wie die Portiuncula (Basilika Santa Maria degli Angeli), in welcher der charismatische Heilige verstarb, aber auch die Basilika Santa Chiara (Grab der Hl. Klara von Assisi), der Santuario San Damiano und der Eremo delle Carceri außerhalb der Stadtmauern. Aber auch die Stadt Assisi selbst bietet attraktive Sehenswürdigkeiten.

Neben Perugia und Assisi ist das herrliche Orvieto die berühmteste Stadt Umbriens, die malerisch ebenfalls hoch über der Landschaft auf einem Felsen errichtet wurde. Diese Kommune wurde im hohen Mittelalter eine Hauptfeste der guelfischen Partei, die oft den Päpsten Zuflucht bot. Der Dom von Orvieto wird als eines der prächtigsten Beispiele italienischer Gotik angesehen und wurde von den hervorragendsten Künstlern ausgestattet. Als ein Höhepunkt der Renaissancekunst gelten die grandiosen Fresken Luca Signorellis. Die wichtigste Reliquie des Doms ist das blutgetränkte Kelchtuch vom Bolsenawunder.

Auf dieser Reise werden auch viele weitere – teils sehr bedeutende – Kirchen, Klöster und andere Attraktionen aus Antike, Romanik, Gotik und Renaissance aufgesucht. Sie alle liegen in idyllischen kleinen Städten wie Foligno, Montefalco, Spoleto oder Todi oder aber inmitten der schönen Landschaft Umbriens. 

Das Besichtigungsprogramm ist intensiv und voller Höhepunkte, weshalb der letzte Tag vor der Heimreise einem nur kleinen Besichtigungsprogramm sowie der Freizeit gewidmet sein wird. Im Nordwesten der Region unweit von Perugia liegt in einer weiten Niederung der schöne Trasimenische See (Lago Trasimeno). Mit seinen rund 50 Kilometern Umfang ist er der größte See der italienischen Halbinsel. Er wurde berühmt durch den Sieg Hannibals über den römischen Konsul Gaius Flaminius (217 v. Chr.). An seinem Nordufer liegt das idyllische Städtchen Passignano sul Trasimeno. Der ehemalige Fischerort ist heute ein Hauptanziehungspunkt für Touristen andem auch wir entspannen werden.  Ab Mittag dann Freizeit im schönen Perugia.


PROGRAMM:*

1. Tag, Samstag, 18. April 2020

Anreise mit Pausen nach Perugia: Abfahrt - Einstiegsstellen: 06.00 Hallein Pernerinsel - Parkplatz beim Kreisverkehr/ 06.15 P + R Salzburg Süd/ 06.30 Stadion Klessheim/ 06:40 Burgerking Piding/ 07:05 Schweinbach Landkaufhaus Mayer. Weitere Einstiegsstellen auf der Strecke z.B. P+R Rosenheim,... in Absprache möglich.       Danach Einchecken im ****Hotel in der Innenstadt von Perugia.


2. Tag, Sonntag, 19. April 2020

Perugia: Palazzo dei Priori, Galleria Nazionale dell’Umbria, Collegio del Cambio, Stadtbrunnen, Oratorio San Bernardino, Rocca Paolina, Arco di Augusto


3. Tag, Montag, 20. April 2020

Assisi: Basilika San Francesco, Cattedrale San Rufino, Santa Maria sopra Minerva, Palazzi Comunali, Palazzo dei Priori, Chiesa Nuova, San Pietro, Santa Maria Maggiore, Rocca Minore, Stadtmauer, Amphitheater

Um Assisi: Portiuncula (Basilica Santa Maria degli Angeli), Santuario San Damiano, Eremo delle Carceri, Basilica Santa Chiara, Santa Maria di Rivotorto


4. Tag, Dienstag, 21. April 2020

Spello / Foligno / Abbazia di Sassovivo / Bevagna / Montefalco

Spello: Santa Maria Maggiore (Cappella Baglioni mit Pinturicchio-Fresken) / Foligno: Dom San Feliciano, Santa Maria Infraportas / Abbazia di Sassovivo / Bevagna: San Michele, San Silvestro / Montefalco („Aussichtsterrasse Umbriens“): San Francesco


5. Tag, Mittwoch, 22. April 2020

Trevi / Spoleto

Trevi: Clitumnus-Tempel / Spoleto: Dom, San Salvatore, Sant’ Eufemia, römisches Theater, Aquädukt


6. Tag, Donnerstag, 23. April 2020

Orvieto / Todi

Orvieto: Dom (mit Fresken Luca Signorellis), etruskisches Museo archeologico nazionale / Todi: Dom, San Fortunato, Santa Maria della Consolazione


7. Tag, Freitag, 24. April 2020

Passignano sul Trasimeno / Perugia (Freizeit)


8. Tag, Samstag, 25. April 2020

Heimreise von Perugia mit Pausen nach Salzburg nach Salzburg bzw. Hallein.


*Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2019