Provence                                       

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Die Provence gilt als Sehnsuchtsziel. Zu Recht, denn was immer man sucht, hier findet man es. Sonne, Meer, Berge, weite Ebenen, üppige Natur, hervorragendes Essen und vor allem viele erhaltene Zeugnisse einer langen und beeindruckenden Geschichte. Die Besiedelung beginnt in der Altsteinzeit um 900.000 v. Chr., wie die Funde aus der Grotte de Vallonet belegen. Später folgen Neandertaler und zu Beginn der letzen Eiszeit tauchen die Cro-Magnon auf, die in den Höhlenmalereien von z.B. Chauvet und Cosquer phantastische Meisterwerke schufen. Ligurer, Griechen, Kelten und Römer hinterließen hier hervorragend erhaltene Spuren ihrer Kulturen. Ab dem 5. Jhdt. n. Chr. prägen die christlichen Klöster und in der Folge die Kirchen das Bild der Provence, die nacheinander von den Westgoten, Burgundern, Franken, Ostgoten und Karolingern beherrscht wird, ehe es im Vertrag von Verdun Teil Lotharingiens wird. Das ganze 14. Jhdt. hindurch ist Avignon Papstresidenz und Ende des 15. Jhdt. fällt die Provence an die Französische Krone. Französische Renaissance und Klassik lösen die provencalischen Sonderformen der Romanik und der Gotik ab. Die Farben und das Licht der Provence lockten die Literaten und Künstler, praktisch alle Maler der klassischen Moderne waren hier und veränderten mit ihren Werken radikal die Kunst und unsere Sehweisen.


PROGRAMM:*

1. Tag, Freitag, 27. September 2019

Anreise nach Avignon: Abfahrt - Einstiegsstellen Flughafentransfer München (Bus Schwaiger Schönau am Königssee) 09:30 Hallein Pernerinsel - Großer Parkplatz beim Kreisverkehr 09:45 P + R Salzburg Süd/ 10:00 Stadion Klessheim/ 10:10 Burgerking Piding/ 10:35 Schweinbach Landkaufhaus Mayer. Weitere Einstiegsstellen auf der Strecke in Absprache möglich.

Flug München ab 15:40, Marseille an 17:15. Danach Transfer mit französischem Reisebus vom Flughafen zum Hotel in der Innenstadt von Avignon und Beziehen der Zimmer.


2. Tag, Samstag, 28. September 2019

Stadtrundgang in Avignon (UNESCO Weltkulturerbe). Der Papstpalast ist riesig und sehr beeindruckend, aber Avignon hat weit mehr zu bieten, Kirchen, Museen und ein bezauberndes Stadtbild mit alten Stadt-Hôtels, Befestigungen und der berühmten Brücke Saint-Bénezet („Sur le pont d’Avignon“ …).


3. Tag, Sonntag, 29. September 2019

Wir fahren nach Norden nach Chateauneuf-du-Pape, der Sommerresidenz der Päpste und von dort nach Orange mit seinem Römischen Theater (UNESCO Weltkulturerbe) und dem römischen Triumphbogen, einem interessanten Museum und einem Straßenbild wie in der Belle Epoque. Vaison-la-Romaine ist eine 1924 ausgegrabene römische Stadt, deren vier Viertel samt Museum wir besuchen werden. Zurück fahren wir durch die sehenswerten Berge der Dentelles de Montmirail über Carpentras, wo wir uns die provencalisch-gotische Kirche Saint-Siffrein anschauen.


4. Tag, Montag, 30. September 2019

Über le Thor (Ältestes gotisches Gewölbe der Provence) und l’Isle-de-la-Sorgue mit seiner „barocken“ Kirche fahren wir in Richtung Osten nach Fontaine-de-Vaucluse, die geheimnisumwobene Quelle der Sorgue, wo Petrarca Laura kennenlernte. Ein Spaziergang durch Gordes, das „schönste Dorf Frankreichs“ wird durch einen Besuch von Les Bories ergänzt, dessen Hütten aus ohne Mörtel aufgeschichteten flachen Kalksteinplatten bestehen. Das Highlight des Tages ist die romanische Abtei Senanque - provencalische Romanik in reinster Form. Die Ockersteinbrüche von Roussillon sind ein einziger Farbrausch von weiß bis dunkelrot und im Ort Roussillon sind alle Häuser mit diesen Pigmenten gestrichen; unter der provencalischen Sonne schon fast eine Provokation.


5. Tag, Dienstag, 01. Oktober 2019

Direkt gegenüber, auf der westlichen Seite der Rhone, liegt Villeneuve-les-Avignon mit dem größten Kartäuserkloster Frankreichs. Die vielen Paläste entstanden im 14. Jhdt., in Avignon war einfach nicht genügend Platz für die vielen Kardinäle, die zur Zeit der Päpste in Avignon weilten. Ebenso ist hier das Fort André, das der König nutzte, um Avignon zu überwachen. Nachmittags besuchen wir den römischen Pont du Gard (UNESCO Weltkulturerbe), das Wahrzeichen der Provence. Zurück fahren wir über Uzés, ein reizendes Städtchen mit Burg, Bischofspalast und Kathedrale, das durch die Seidenweberei reich geworden war.


6. Tag, Mittwoch, 02. Oktober 2019

Südlich von Avignon liegen die Ruinen der großen Benediktinerabtei von Montmajour aus dem 10. Jhdt., die nach der Revolution verkauft und als Steinbruch verwendet wurde. Arles (UNESCO Weltkulturerbe) war im späten römischen Kaiserreich Provinzhauptstadt und entsprechend repräsentativ sind die erhaltenen Bauwerke aus dieser Zeit, z.B. die Arena, das Theater, das Kryptoporticum, die Thermen oder die Sarkophagstraße Alyscamp. Die romanische Kirche Saint Trophime mit ihrem wunderbaren Portal und dem einzigartigen Kreuzgang, die Museen und das mediterrane Stadtbild machen es schwer, sich von Arles zu trennen. Wir fahren durch die Camargue - vielleicht sehen wir ja Flamingos und Camargue-Pferde - nach St. Gilles. Die Fassade der gleichnamigen Kirche ist ein leuchtendes Beispiel der provencalisch-romanischen Plastik, das gerade in den letzten Jahren von den Kunsthistorikern heftig diskutiert wird. Weiter durch die Camargue zum alten Kreuzfahrerhafen Aigues-Mortes der heute kilometerweit vom Meer entfernt liegt. Vollständig erhalten sind seine Befestigungsanlagen und auch im Inneren lebt noch das Mittelalter.


7. Tag, Donnerstag, 03. Oktober 2019

St. Remy ist ein typischer Provenceort mit großer Vergangenheit. Das römische Mausoleum ist eines der am besten erhaltenen Bauwerke der Antike, ebenso das römische Stadttor. Glanum ist eine ganze römische Stadt, ein Lehrbuch römischen Bauens. Im Kloster Saint-Paul-de-Mausole, einer Heilanstalt, verbrachte Van Gogh ein Jahr mit ungeheurem Schaffensdrang. Der damalige Zustand ist rekonstruiert und zu besichtigen. Wir fahren weiter nach Les-Baux, einer einst riesigen Festung der Bonne Reine Jeanne, heute ein pittoreskes Dorf, das ausschließlich auf den Tourismus ausgerichtet ist. Dennoch ein Erlebnis, das Schloss aus dem 11. u. 12. Jhdt. zu besuchen und die grandiose Aussicht zu genießen. Auf der Rückfahrt kommen wir noch an der Mühle vorbei, wo Daudet seine berühmten Briefe schrieb, am Aquädukt von Barbegal und schließlich an der Kapelle St. Gabriel, deren Fassade ein einziges Rätsel ist.


8. Tag, Freitag, 04. Oktober 2019

Über Barbentane fahren wir zur Abtei St.-Michel-de-Frigolet, die auf den ersten Blick – neomittelalterlich, neogotisch, mehr als merkwürdig erscheint, bei genauerem Hinsehen jedoch entdeckt man nicht nur die Spuren von Anna von Österreich, sondern auch die romanischen Ursprünge. In Tarascon, berühmt durch die Tarasque, ein Ungeheuer das von der Hl. Magdalena besiegt und in die Rhone gestürzt wurde sowie den Maulhelden Tartarin von Alphonse Daudet, besichtigen wir das Schloss von König René und die Kirche Sainte Marthe. Unser letztes Ziel ist Nimes, die alte Hauptstadt der Provincia Narbonnensis. Ein Stadtrundgang führt uns zu den römischen Bauten Arena, Maison Carré, Dianatempel und Tour Magna, in den Jardin de la Fontaine und zu den Kirchen und Bauten der liebens- und bewunderungswürdigen Altstadt.


9. Tag, Samstag, 05. Oktober 2019

Am Vormittag Freizeit in Avignon.

Nach der Mittagspause Fahrt zum Flughafen nach Marseille. Rückflug Marseille ab

17:50, München an 19:25. Anschließend Bustransfer nach Salzburg bzw. Hallein.


*Änderungen vorbehalten


* Gutschrift 2. Person:

Der Bonus für die 2. Person kann nur einmal mit Nennung des Mitreisenden und Begünstigten in Anspruch genommen werden. Eine bereits erfolgte Nennung schließt eine weitere Begünstigung aus.


© Andreas Deusch 2019